Dieses Zitat war nur einer von vielen interessanten Aspekten, die Dr. Andreas Krafft, Hoffnungsforscher, Dozent an der Universität St. Gallen und Managementtrainer, in der Radiosendung „Focus“ zum Thema „Hoffnung“ erläuterte. Aktueller Anlass ist die wissenschaftliche Erhebung des Phänomens Hoffnung anhand des „Hoffnungsbarometers“ von swissfuture, die heuer auch in Österreich durchgeführt wird. Anhand eines Online-Fragebogens wird erfasst, wie und worauf verschiedene Kulturen und Länder hoffen.

Link zum Hoffnungsbarometer (möglich bis 31.12.2020): Hoffnungsbarometer

In einer Kooperation von Dr. Krafft mit Bertram Strolz von der Akademie für Positive Psychologie entstand nun aus den Erkenntnissen des Hoffnungsbarometers die Initiative „MyHope“, die sich das Erzeugen von Zuversicht und Hoffnung zum Ziel setzt.

Wir von make!sensemeetings bieten unseren Kunden und anderen Unternehmen mit dem Format „MyHope – MyWorkshop“ einen Einstiegsworkshop in die Thematik „Hoffnung“ auf Basis der „Positiven Psychologie“. Das Ziel: ein positiver Ruck, der durch Ihr Team geht und Ihre Organisation in einer nicht einfachen Zeit weiterbringt.

Mehr Infos hier auf unserer Website unter „MyHope“.

Den gesamten Radiobeitrages in „Focus“ mit Dr. Andreas Krafft gibt es hier zum Nachhören.

Nachfolgend noch eine kurze Zusammenfassung :

Nach Andreas Krafft´s Erläuterungen ist Hoffnung komplex (Gefühl, Haltung und Entscheidung, dass wir hoffen wollen), alltäglich (z.B.: den Bus erreichen, etc.) und es ist schwer, aus der Hoffnungslosigkeit heraus wieder hoffnungsvoll zu werden.

Er schildert drei wesentliche Komponenten, die Hoffnung braucht:

  1. Ein innerer Wunsch (z.B.: eine Idee zu verwirklichen)
  2. Man muss daran glauben, dass etwas durch einen selbst und/oder mit Unterstützung von anderen erreicht werden kann
  3. Sobald man glaubt, dass es möglich ist, ist es aber noch nicht sicher, dass es eintritt. Man muss sich auf sich selbst vertrauen können.

Zuversicht ist Optimismus – Hoffen ist mit Unsicherheit verhaftet, aber man macht es trotzdem – Glaube ist ein Bestandteil von Hoffnung.

Wo erfährt man Hoffnung?

  1. In der Familie
  2. In der Natur – wir schöpfen Hoffnung in Kontakt mit der Natur, dort wo wir mit etwas Grösserem als uns selbst in Verbindung stehen
  3. Durch Erlebnisse von Hilfsbereitschaft
  4. Durch die Erfahrung, etwas Sinnvolles gemacht zu haben

In den – seit 11 Jahren im deutschsprachigen Raum – erhobenen Ergebnissen des Hoffnungsbarometers, stehen 4 – 5 Hoffnungen stets an vorderster Stelle:

  1. Gesundheit und gesund zu bleiben
  2. Erfüllte, liebevolle Partnerschaft
  3. Harmonie im Leben
  4. Vertrauensvolle Beziehung zu anderen
  5. Sinnvolle Aufgabe
    (Anmerkung: Ein erfülltes Sexualleben rangiert weit unten.)

Hoffnung kann man lernen, wenn man sich ihrer bewusst wird, aber auch verlieren, wenn man nicht mehr daran glaubt, dass etwas gut wird (z.B.: aus Angst vor Enttäuschung).

Vor allem in der derzeitigen „Corona-Krise“ hat sich vieles, was selbstverständlich war, verändert. Verunsicherung und Unberechenbarkeit haben stark zugenommen. Im Gegensatz dazu sind aber auch die Solidarität, der Zusammenhalt, die Hilfsbereitschaft untereinander und kleine Gesten überall gegenwärtig. Das macht Mut. Ein „Hoffnungskiller“ ist die Angst etwas zu verlieren. Hoffnung braucht Mut und Glauben, etwas verändern zu können.